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16.03.2026 | PAID CONTENT

Wie Urban Connect und Zaptec eine bessere Ladeinfrastruktur für Elektroautos geschaffen haben

Bei einer zuverlässigen E-Auto-Ladeinfrastruktur geht es nicht nur um die Hardware – entscheidend ist, wie Software, Infrastruktur und Mobilitätsdienste zusammenwirken. Diese Entstehungsgeschichte erläutert, wie Urban Connect und Zaptec eine direkte Integration zwischen Mobilitätsplattform und Ladestationen geschaffen haben, wodurch unnötige Systemebenen entfallen und das Laden von Elektrofahrzeugen für Unternehmensflotten und die Mobilität am Arbeitsplatz deutlich zuverlässiger wird.

Autor: Sergey Tsvetkov, CTO von Urban Connect, dem Betriebssystem für Unternehmensmobilität, das von führenden Unternehmen in der Schweiz und in Deutschland genutzt wird.

Was passiert, wenn das Laden von Elektroautos endlich funktioniert?

Die meisten Innovationen im Bereich der Infrastruktur beginnen nicht mit einem Masterplan. Sie beginnen oftmals dann, wenn etwas nicht mehr funktioniert.

In unserem Fall begann alles in einer Tiefgarage. Nicht gerade der glamouröseste Schauplatz, aber die wichtigsten Erkenntnisse über die Mobilitätsinfrastruktur werden nun einmal nicht auf Konferenzbühnen gewonnen. Sie entstehen dort, wo Infrastruktur auf die Realität trifft: in neonbeleuchteten Garagen, in denen plötzlich etwas nicht mehr funktioniert und jemand das Problem bis Montagmorgen beheben muss.

Bei Urban Connect waren wir ursprünglich beauftragt worden, unsere Plattform in eine bestehende EV-Ladeanlage in einer Unternehmensniederlassung zu integrieren. Das Ziel schien klar: unsere Mobilitätsplattform mit der Ladeinfrastruktur zu verbinden, damit Mitarbeiter einen Parkplatz reservieren und auf die diesem Platz zugewiesene Ladestation zugreifen können. Mit anderen Worten: das Laden zu einem nahtlosen Bestandteil der Mobilitätserfahrung am Arbeitsplatz zu machen.

Urban Connect wurde genau für diesen Zweck entwickelt. Unsere Plattform verbindet Parkplätze, Firmenfahrzeuge, EV-Ladeinfrastruktur und Mobilitätsdienste zu einem einheitlichen System und hilft Unternehmen dabei, ihre Mobilität über eine einzige digitale Schnittstelle zu verwalten. Was jedoch folgte, wurde zu einer wertvollen Lektion darüber, wie anfällig die EV-Ladeinfrastruktur sein kann, wenn zu viele Software-Ebenen zwischen der Ladestation und dem Betreiber liegen.

Wenn die Ladeinfrastruktur unzuverlässig wird

Nach einigen Monaten Betrieb des Standorts stellten wir fest, dass die Ladestationen häufig Fehlfunktionen aufwiesen. Ladevorgänge begannen zwar, wurden aber nie ordnungsgemäss abgeschlossen. Einige Ladegeräte blieben mitten im Vorgang hängen. Andere reagierten überhaupt nicht mehr. Manchmal funktionierte alles für ein paar Stunden, um kurz darauf erneut auszufallen.

Das Ergebnis war vorhersehbar: frustrierte Fahrer, Facility-Manager, die Beschwerden entgegennehmen mussten, und Support-Teams, die versuchten, Probleme in Systemen zu diagnostizieren, auf die sie keinen Einfluss hatten.

Viele Flottenmanager von Unternehmen und Immobilienbetreiber stehen heute vor ähnlichen Herausforderungen. Da die Ladeinfrastruktur schnell wächst, nimmt oft auch die Anzahl der Software-Ebenen zwischen dem Ladegerät und dem Betreiber zu. Wenn etwas ausfällt, wird es schwierig, die Ursache zu identifizieren – und die Behebung dauert lange. 

Als wir der Sache weiter auf den Grund gingen, entdeckten wir das Kernproblem: Die Ladeinfrastruktur wurde über ein Backend-System eines Drittanbieters verwaltet, das weder der Betreiber noch der Kunde tatsächlich kontrollierten. Wenn also etwas nicht funktionierte, konnte der Betreiber lediglich Tickets an den Anbieter eskalieren und abwarten. Für Unternehmensumgebungen, die auf das Laden von Mitarbeiter- und Flottenfahrzeugen angewiesen sind, birgt diese Abhängigkeit erhebliche betriebliche Risiken.

Ein anderer Ansatz: Die Technologie selbst in die Hand nehmen

Urban Connect war ursprünglich damit beauftragt worden, Systeme zu integrieren – nicht, sie zu ersetzen. Doch je klarer die Situation wurde, desto deutlicher wurde auch die Lösung. Der Kunde benötigte eine zuverlässige Ladeinfrastruktur, und die bestehende Anlage konnte diese einfach nicht bieten. 

Urban Connect hatte einen entscheidenden Vorteil: Unsere Mobilitätsplattform wurde vollständig intern entwickelt. Von Anfang an waren wir davon überzeugt, dass das Management der Unternehmensmobilität eine umfassende Kontrolle über den Technologie-Stack erfordert. Anstatt unzusammenhängende Systeme aneinanderzuflicken, wurde Urban Connect als einheitliches Betriebssystem für die Mobilität am Arbeitsplatz konzipiert.

Also trafen wir eine Entscheidung. Anstatt dem bestehenden System eine weitere Software-Schicht hinzuzufügen, würden wir die Ladefunktionalität selbst entwickeln und direkt mit den Ladestationen verbinden. Das bedeutete, dass wir das Sitzungsmanagement, die Zugangskontrolle, die Abrechnungsintegration und das Berichtswesen direkt in die Urban Connect-Plattform integrieren mussten.

Das Ziel war einfach: unnötige Zwischenstufen zu beseitigen und die Mobilitätsplattform direkt mit der Ladeinfrastruktur zu verbinden. Für unsere Kunden bietet dieser Ansatz einen sehr praktischen Vorteil: Weniger Systemebenen bedeuten weniger Fehlerquellen und eine deutlich höhere Betriebssicherheit.

Warum Zaptec dies ermöglicht hat

Software kann natürlich nicht alleine funktionieren. Sie benötigt Hardware, mit der sie kommunizieren kann. In dieser speziellen Garage stammten die installierten Ladegeräte von Zaptec, dem norwegischen Hersteller, der für seine intelligente Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bekannt ist.

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch nicht mit Zaptec zusammengearbeitet – aber uns wurde schnell klar, dass wir genau die Hardware vorgefunden hatten, für die wir uns selbst entschieden hätten. Die Ladestationen von Zaptec unterstützen offene Industriestandards wie OCPP (Open Charge Point Protocol), wodurch Plattformen wie Urban Connect sich ohne proprietäre Barrieren direkt integrieren lassen.

Diese Offenheit ist entscheidend. Die Systemarchitektur von Zaptec ist bewusst so konzipiert, dass sie mit externen Plattformen zusammenarbeitet, anstatt diese zu ersetzen. Diese Philosophie passt perfekt zum Plattformansatz von Urban Connect: Hardware und Mobilitätssoftware sollten kooperieren, statt miteinander zu konkurrieren.

Die Ladegeräte von Zaptec bieten zudem ein dynamisches Last- und Energiemanagement, einschliesslich einer patentierten Phasenumschalttechnologie, die es Anlagen ermöglicht, den verfügbaren Strom intelligent auf mehrere Ladegeräte zu verteilen. Für Unternehmensanlagen und grosse Parkhäuser ist dies von entscheidender Bedeutung. So können Unternehmen ihre Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge skalieren, ohne teure Netzausbauten vornehmen zu müssen.

Zaptec bietet über das Zaptec-Portal zudem eine cloudbasierte Überwachung an, die Fernwartung, Systemdiagnosen und drahtlose Software-Updates ermöglicht. Das Ergebnis ist eine Ladeinfrastruktur, die langfristig stabil und sicher bleibt. In der Praxis liefert Zaptec die intelligente Ladehardware, während Urban Connect die Softwareplattform bereitstellt, die die Nutzung dieser Infrastruktur innerhalb des Mobilitätsökosystems eines Unternehmens koordiniert.

Direkte Integration: So funktioniert das System

Sobald wir damit begannen, die Urban Connect-Plattform direkt in die Ladeinfrastruktur von Zaptec zu integrieren, verbesserte sich die Situation rasch. Die Ladevorgänge wurden zuverlässig abgeschlossen. Die Zugangskontrolle funktionierte wie vorgesehen, und die Berichterstellung sowie die Abrechnung verliefen reibungslos.

Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter über die Urban Connect-Plattform einen mit einem Zaptec-Ladegerät ausgestatteten Parkplatz bucht, gewährt das System automatisch Zugang zum Ladegerät, startet den Ladevorgang, sobald das Fahrzeug angeschlossen ist, und protokolliert den Vorgang für die Berichterstellung und Abrechnung. Für Facility-Manager und Flottenbetreiber entfällt dadurch der manuelle Verwaltungsaufwand, und die Ladeinfrastruktur läuft einfach im Hintergrund.

Somit fungiert Urban Connect effektiv als digitale Steuerungsebene für die Mobilitätsinfrastruktur von Unternehmen und integriert Parkplätze, Flottenfahrzeuge, EV-Ladevorgänge und Benutzerzugang in ein einheitliches System.

 

 „Je weniger Software-Ebenen zwischen der Mobilitätsplattform und der Ladestation liegen, desto zuverlässiger wird die Infrastruktur.“ – Sergey Tsvetkov, CTO Urban Connect

 

Vom maroden System zur zuverlässigen Infrastruktur

Was einst ein ständiges Support-Problem war, wurde schnell zu einer unsichtbaren Infrastruktur – einer, über die sich Facility-Manager nicht mehr den Kopf zerbrechen müssen. Heute ermöglicht diese Architektur den Kunden von Urban Connect, das Parkmanagement, den Zugang zu EV-Ladestationen, das Laden von Flottenfahrzeugen und die Nutzerverwaltung über eine einzige integrierte Mobilitätsplattform zu verwalten, während Zaptec die intelligente Ladehardware bereitstellt.

Für Unternehmen, die ihre Flotten elektrifizieren oder ihren Mitarbeitern Lademöglichkeiten anbieten, bietet dieses Modell mehrere Vorteile:

•    Höhere Zuverlässigkeit

•    Einfachere Bedienung

•    Skalierbare Infrastruktur

•    Zukunftssichere Architektur

•    Geringere Komplexität im Betrieb

Urban Connect wurde entwickelt, um die Infrastruktur für die Mobilität am Arbeitsplatz einfacher zu betreiben – und die direkte Integration in die Ladeinfrastruktur von Zaptec ist eine logische Weiterführung dieser Philosophie.

Im Laufe dieses Projekts wurde schnell deutlich, dass Zaptec und Urban Connect das Mobilitätsökosystem auf sehr ähnliche Weise angehen. Zaptec konzentriert sich auf den Aufbau einer intelligenten, zuverlässigen Ladeinfrastruktur, die für den grossflächigen Einsatz konzipiert ist, während Urban Connect den Schwerpunkt auf die Koordination von Mobilitätsdiensten mittels Software legt. Zusammen ergibt dies eine leistungsstarke Kombination: erstklassige Ladehardware gepaart mit einer Mobilitätsplattform, die das Laden nahtlos in die Mobilitätsabläufe von Unternehmen integriert.

Hardware und Software, die darauf ausgelegt sind, die Zukunft der Unternehmensmobilität voranzutreiben

What quickly became clear during this project was that Zaptec and Urban Connect approach the mobility ecosystem in a very similar way. Zaptec focuses on building intelligent, reliable charging infrastructure designed for large-scale deployments, while Urban Connect focuses on orchestrating mobility services through software. Together, this creates a powerful combination: best-in-class charging hardware combined with a mobility platform that integrates charging seamlessly into corporate mobility operations.

 

Die Zusammenarbeit zwischen Urban Connect und Zaptec entwickelt sich weiter, da Unternehmen und Immobilienentwickler in der Schweiz und in Deutschland eine skalierbare Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge einsetzen, die direkt in ihre Mobilitätsplattformen integriert ist.

 

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