Mobility investiert in Wachstum und baut Flotte deutlich aus
Posted by: Fabio Simeon
Die Mobility Genossenschaft plant über 1’000 zusätzliche Fahrzeuge bis 2029 – trotz Verlust im Geschäftsjahr 2025 infolge gezielter Investitionen.
Die Mobility Genossenschaft setzt ihren Expansionskurs fort und will in den kommenden drei Jahren mehr als 1’000 zusätzliche Fahrzeuge in der Schweiz stationieren. Ziel ist es, die Verfügbarkeit von Carsharing-Angeboten weiter zu erhöhen und die Nutzung nachhaltiger Mobilität zu fördern.
Bereits 2025 markierte den Beginn dieser Wachstumsphase. Mit 210 neu platzierten Fahrzeugen verzeichnete Mobility den grössten Ausbau seit über einem Jahrzehnt. Insgesamt umfasst die Flotte nun 3’260 Fahrzeuge. Gleichzeitig stieg die Zahl der Nutzenden auf rund 298’000 sowie die der Geschäftskunden auf 5’700.
Finanziell spiegelt sich der Ausbau jedoch in einem negativen Ergebnis wider. Trotz leicht gestiegenem Umsatz von 82,1 Millionen Franken schloss Mobility das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 4,5 Millionen Franken ab. Neben den Investitionen in Fahrzeuge und Digitalisierung belasteten ausserordentliche Abschreibungen im IT-Bereich das Resultat zusätzlich.
Diese Entwicklung ist Teil einer bewusst gewählten Strategie. Das Unternehmen will technologische Kompetenzen stärker intern aufbauen und sich damit unabhängiger von externen Dienstleistern machen. Kurzfristig führt dies zu höheren Kosten, langfristig sollen Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.
Mit der neuen Geschäftsführerin Corinne Vogel soll die Expansion weiter vorangetrieben werden. Ein dichteres Netz an Standorten gilt als zentral, um die Attraktivität des Angebots zu erhöhen und neue Nutzergruppen zu erschliessen.
Die Wachstumspläne sind auch vor dem Hintergrund veränderter Mobilitätsbedürfnisse zu sehen. Laut Mobility kann ein Carsharing-Fahrzeug im Durchschnitt bis zu 18 private Autos ersetzen. Bereits heute würden so schweizweit über 40’000 Fahrzeuge eingespart.
Mit dem geplanten Ausbau positioniert sich Mobility weiterhin als wichtiger Akteur im Wandel hin zu effizienteren und platzsparenderen Mobilitätslösungen.




